Einspeisevergütung 2026: Was Sie je Kilowattstunde bekommen
Für jede Kilowattstunde Solarstrom, die Sie nicht selbst verbrauchen, sondern ins Netz einspeisen, zahlt der Netzbetreiber eine gesetzlich garantierte Vergütung. Die Sätze sind 2026 niedriger als früher und sinken halbjährlich weiter – trotzdem bleibt die Einspeisevergütung eine planbare Einnahme über 20 Jahre. Dieser Ratgeber zeigt die aktuellen Sätze, den Unterschied zwischen Teil- und Volleinspeisung und warum der Eigenverbrauch heute wichtiger ist als die Vergütung.
Die aktuellen Sätze 2026 im Überblick
Die Einspeisevergütung richtet sich nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz und ist gestaffelt nach Anlagengröße sowie danach, ob Sie einen Teil selbst verbrauchen (Teileinspeisung) oder alles einspeisen (Volleinspeisung). Anfang 2026 liegt der Satz für Teileinspeisung bei 7,78 Cent pro Kilowattstunde für den Anlagenteil bis 10 Kilowattpeak und bei 6,73 Cent für den Teil von 10 bis 40 Kilowattpeak. Wer sich für Volleinspeisung entscheidet und das vor Inbetriebnahme anmeldet, bekommt deutlich mehr: 12,34 Cent bis 10 Kilowattpeak und 10,35 Cent im Bereich von 10 bis 40 Kilowattpeak. Maßgeblich ist immer der Satz zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme – er bleibt danach für die gesamte Laufzeit unverändert.
20 Jahre garantiert – der eigentliche Wert
Der größte Vorteil der Einspeisevergütung ist ihre Verlässlichkeit: Sie wird für das Jahr der Inbetriebnahme plus zwanzig volle Kalenderjahre garantiert und ändert sich in dieser Zeit nicht mehr, egal wie sich Strompreise oder Politik entwickeln. Eine 10-Kilowattpeak-Anlage, die etwa 5.000 Kilowattstunden pro Jahr einspeist, bringt bei 7,78 Cent etwa 389 Euro Einspeiseerlös jährlich – über zwanzig Jahre also fast 8.000 Euro planbare Einnahmen zusätzlich zur größeren Ersparnis durch den selbst genutzten Strom. Diese Kalkulierbarkeit macht die Einspeisevergütung zu einem stabilen Baustein der Wirtschaftlichkeit, auch wenn sie nicht mehr der Hauptgrund für eine Anlage ist.
Degression: Warum die Sätze sinken
Für Neuanlagen sinkt die Einspeisevergütung seit 2024 planmäßig um rund ein Prozent alle sechs Monate, jeweils zum 1. Februar und 1. August. Diese sogenannte Degression sorgt dafür, dass die Förderung mit den fallenden Anlagenpreisen Schritt hält. Wichtig zu verstehen: Die Degression betrifft nur Anlagen, die neu ans Netz gehen. Ihre bereits laufende Anlage behält den Satz, der bei ihrer Inbetriebnahme galt, für die volle Laufzeit. Wer den Bau plant, muss also nicht in Panik verfallen – der Unterschied zwischen zwei Halbjahren beträgt nur wenige Zehntel Cent und ändert an der Gesamtwirtschaftlichkeit fast nichts. Der Ertrag hängt viel stärker vom Eigenverbrauch ab als vom exakten Inbetriebnahme-Datum.
Teil- oder Volleinspeisung: Was lohnt sich?
Für die meisten Eigenheime mit spürbarem Stromverbrauch ist die Teileinspeisung wirtschaftlich klar überlegen. Der Grund: Jede selbst verbrauchte Kilowattstunde ersetzt teuren Netzstrom für rund 30 bis 40 Cent, während die Einspeisung nur etwa 7,78 Cent bringt. Selbst genutzter Strom ist also rund viermal so viel wert wie eingespeister. Die Volleinspeisung mit ihrem höheren Satz lohnt sich nur in Sonderfällen: etwa bei einem zweiten Dach ohne eigenen Verbrauch, bei sehr niedrigem Eigenverbrauch oder wenn eine separate Volleinspeise-Anlage neben einer Eigenverbrauchsanlage betrieben wird. Wer beides kombinieren will, sollte das vor der Inbetriebnahme mit dem Fachbetrieb klären, da die Wahl fest angemeldet wird.
So kommt die Vergütung zu Ihnen
Damit die Vergütung fließt, muss die Anlage im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur registriert und beim Netzbetreiber angemeldet werden. Um diese Formalitäten kümmert sich in der Regel der ausführende Fachbetrieb. Der Netzbetreiber misst über den Einspeisezähler die tatsächlich abgegebene Strommenge und rechnet meist jährlich ab. Die Auszahlung erfolgt automatisch auf Ihr Konto – Sie müssen nach der einmaligen Anmeldung nichts weiter tun. Für private Anlagen bis 30 Kilowattpeak sind die Einspeiseerlöse zudem einkommensteuerfrei, sodass in der Regel auch keine Steuererklärung für die Anlage nötig ist.
Häufige Fragen
Wie hoch ist die Einspeisevergütung 2026 genau?
Für Teileinspeisung liegt sie Anfang 2026 bei 7,78 Cent pro Kilowattstunde bis 10 Kilowattpeak und 6,73 Cent für den Teil von 10 bis 40 Kilowattpeak. Bei angemeldeter Volleinspeisung sind es 12,34 Cent bis 10 Kilowattpeak und 10,35 Cent von 10 bis 40 Kilowattpeak. Der Satz sinkt halbjährlich um etwa ein Prozent und bleibt ab Inbetriebnahme zwanzig Jahre fest.
Wie lange bekomme ich die Einspeisevergütung?
Die Vergütung ist für das Jahr der Inbetriebnahme plus zwanzig volle Kalenderjahre garantiert. In dieser Zeit ändert sich Ihr persönlicher Satz nicht mehr, unabhängig von späteren Degressionen für neue Anlagen. Danach können Sie den Strom weiter vermarkten, etwa über Direktvermarktung oder einen dynamischen Tarif.
Lohnt sich Volleinspeisung wegen des höheren Satzes?
Meist nicht. Zwar ist der Satz bei Volleinspeisung fast doppelt so hoch, doch selbst verbrauchter Strom spart 30 bis 40 Cent Netzstrom und ist damit rund viermal so viel wert wie die Einspeisung. Volleinspeisung lohnt sich nur bei sehr geringem Eigenverbrauch oder einem separaten Dach ohne eigenen Bedarf.
Sinkt meine Vergütung, wenn die Sätze weiter fallen?
Nein. Die halbjährliche Degression betrifft ausschließlich neu in Betrieb genommene Anlagen. Ihre bestehende Anlage behält den Satz, der zum Zeitpunkt ihrer Inbetriebnahme galt, über die gesamten zwanzig Jahre. Nur wer neu baut, bekommt den dann aktuellen, etwas niedrigeren Satz.
Muss ich die Einspeisevergütung versteuern?
Für die meisten privaten Anlagen bis 30 Kilowattpeak nicht. Seit 2023 sind Einspeiseerlöse und Eigenverbrauch dieser Anlagen von der Einkommensteuer befreit, und beim Kauf gilt der Nullsteuersatz. Damit entfällt für Privathaushalte in der Regel auch die Steuererklärung für die Anlage.
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Die Einspeisevergütung liegt 2026 bei 7,78 Cent für Teileinspeisung, ist aber vor allem als planbare 20-Jahres-Einnahme wertvoll – wirtschaftlich entscheidend bleibt der Eigenverbrauch; wie viel Ihr Dach einspeist und selbst nutzt, zeigt ein kostenloser, unverbindlicher Angebotsvergleich.